01. Mai 2021
Europakonzert aus Berlin

Berliner Philharmoniker
Kirill Petrenko

  • Boris Blacher
    Fanfare zur Eröffnung der Philharmonie (1 Min.)

  • Charles Ives
    The Unanswered Question (5 Min.)

  • Wolfgang Amadeus Mozart
    Notturno für vier Orchester D-Dur KV 286 (16 Min.)

  • Krzysztof Penderecki
    Emanationen für zwei Streichorchester (7 Min.)

  • Peter Tschaikowsky
    Suite Nr. 3 G-Dur op. 55 (42 Min.)

  • John Adams
    Short Ride in a Fast Machine (6 Min.)

Die Berliner Philharmoniker und ihr Chefdirigent Kirill Petrenko blieben für ihr Europakonzert 2021 Pandemie-bedingt zwar in ihrer Heimatstadt, boten dem Publikum der Live-Übertragung mit dem Foyer ihres Konzertsaals aber dennoch einen ungewöhnlichen und besonders reizvollen Schauplatz. Wolfgang Stresemann, der langjährige Intendant des Orchesters, schrieb über den durch seine zahlreichen Treppen geprägten Raum: »Nichts ist in diesem Philharmoniefoyer erstarrt, dient lediglich der Funktion, alles lebt, scheint in dauernder Bewegung zu sein, fast möchte man von einem architektonischen ›Perpertuum mobile‹ sprechen.« Ideale Bedingungen also für das wilde Schlussstück des Programms, John Adams’ Short Ride in a Fast Machine, in dem die Musik ebenfalls keine Sekunde still steht. Von den spezifischen architektonischen Verhältnissen des Foyers konnten auch die ungewöhnlichen Raum-Klang-Wirkungen der anderen Programmpunkte profitieren: Krzysztof Penderecki lässt in Emanationen zwei, Charles Ives in der berühmten Studie The Unanswered Question drei und Mozart in seinem von geistreichen Echo-Effekten durchzogenen Notturno sogar vier separate Instrumentalensembles miteinander kommunizieren.

Zum Auftakt erklang Boris Blachers Fanfare zur Eröffnung der Philharmonie, die Herbert von Karajan am 15. Oktober 1963 im Einweihungskonzert des Gebäudes dirigierte. Symphonisches Hauptwerk des Programms ist Tschaikowskys Dritte Orchester-Suite, deren Uraufführung Hans von Bülow, der spätere Chefdirigent der Berliner Philharmoniker, 1885 in St. Petersburg leitete. In ihr rahmen eine Elegie und ein Variationssatz als Finale einen Walzer und ein Scherzo ein. Mit dem Wechsel zwischen rasender Bewegung und Meditation, Nachdenklichem und Tänzerischem, Melancholie und Optimismus präsentierten Kirill Petrenko und die Berliner Philharmoniker ihrem Publikum auch im schwierigen Jahr 2021 ein unterhaltsames und hoffnungsvolles Europakonzert.      

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