Konzert-Archiv
Kirill Petrenko in der Digital Concert Hall
Kirill Petrenko

»Man kann es gar nicht in Worte fassen, was in mir gefühlsmäßig vorgeht: Von Euphorie und großer Freude bis zu Ehrfurcht und Zweifel ist da alles drin. Ich werde meine ganze Kraft mobilisieren, diesem außergewöhnlichen Orchester ein würdiger Leiter zu sein, und bin mir auch der Verantwortung und der hohen Erwartungen bewusst.« Mit diesen bewegenden Worten kommentierte Kirill Petrenko seine Wahl zum designierten neuen Chefdirigenten der Berliner Philharmoniker und Künstlerischen Leiter der Stiftung Berliner Philharmoniker. Das Orchester hatte sich am 21. Juni 2015 mit großer Mehrheit für den gebürtigen Russen entschieden.

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Bereits bei seinem philharmonischen Debüt im Februar 2006 beeindruckte Petrenko die Orchestermusiker mit seiner Persönlichkeit und seiner Art des Musizierens, die akribisch, skrupulös und dennoch leidenschaftlich und mitreißend ist. Seine Devise: »Wenn man vor ein Orchester tritt, kommen so viele klangliche Möglichkeiten auf einen Dirigenten zu. Wer da keine eigene Klangvorstellung entwickelt hat, geht unter«, meinte Petrenko in einem Interview für die Digital Concert Hall. In den philharmonischen Konzerten präsentierte sich Petrenko seit seinem Debüt bislang als Interpret russischer Meister, aber auch mit Werken von Béla Bartók, Edward Elgar und Ludwig van Beethoven. Bei seinen letzten Konzerten mit dem Orchester erklangen neben Igor Strawinskys Psalmensymphonie und Alexander Skrjabins Le Poème de l’extase zwei Werke des genialen, aber früh verstorbenen Komponisten Rudi Stephan. Eine ebenso ungewöhnliche wie spannende Programmzusammenstellung, die verschiedene Aspekte von Petrenkos künstlerischer Arbeit widerspiegelt.

Denn ein gelungenes Konzertprogramm – so der Dirigent – zeichne sich dadurch aus, dass die Musiker etwas spielen, woran sie Spaß haben, und das Publikum etwas hört, von dem es etwas lernen kann, gleichzeitig aber auch mitgerissen wird. Vor den Berliner Philharmonikern zu stehen, bedeutet Petrenko Herausforderung und Erfüllung zugleich: »Ich erhoffe mir vom gemeinsamen Musizieren viele Momente des künstlerischen Glücks, die unsere harte Arbeit belohnen und unser Künstlerleben mit Sinn erfüllen sollen.«

Kirill Petrenko in der Digital Concert Hall

Kirill Petrenko dirigiert Beethoven und Elgar (2009) Zum Konzert
Kirill Petrenko im Gespräch mit Sarah Willis (2009) Zum Interview
Kirill Petrenko dirigiert Strawinsky, Stephan und Skrjabin (2012) Zum Konzert
Kirill Petrenko im Gespräch mit Alexander Bader 2012) Zum Interview

Trailer: Kirill Petrenko dirigiert Skrjabins Le Poème de l’extase

Trailer: Kirill Petrenko im Gespräch