Herzlichen Glückwunsch, Zubin Mehta!
Die Berliner Philharmoniker feiern den 90. Geburtstag ihres Ehrenmitglieds
Kein Dirigent hat die Berliner Philharmoniker über einen längeren Zeitraum begleitet und war häufiger bei ihnen zu Gast als er: Zubin Mehta. Fast 65 Jahre liegt sein Debüt heute zurück, drei Generationen von Orchestermitgliedern waren in dieser Zeit aktiv – ein Rekord. Eine Vielzahl unvergesslicher Konzerterlebnisse verbindet die Berliner Philharmoniker mit dem Maestro, der unter anderem das Gedenkkonzert für seinen verstorbenen Freund Claudio Abbado leitete. Zum Ehrenmitglied des Orchesters wurde er 2019 ernannt, im Jahr einer gemeinsamen Japan-Tournee. Am 29. April 2026 wird Zubin Mehta 90 Jahre alt – wir wünschen: Happy birthday und alles Gute!
Feiern Sie mit den Berliner Philharmonikern dieses Jubiläum und erleben Sie Höhepunkte einer einzigartigen künstlerischen »Lebenspartnerschaft« im Archiv der Digital Concert Hall!
Gedenkkonzert für Claudio Abbado
»Wir waren wie Brüder«, erinnert sich Zubin Mehta an seine 50 Jahre währende Freundschaft mit Claudio Abbado. Mit dem Adagietto aus Gustav Mahlers Fünfter Symphonie gedachten er und die Berliner Philharmoniker dem wenige Tage zuvor verstorbenen ehemaligen Chefdirigenten.
Zubin Mehta und Murray Perahia
Mit Murray Perahia präsentierte Zubin Mehta hier Ludwig van Beethovens ebenso stürmisches wie anmutiges Viertes Klavierkonzert. In der »Symphonia domestica« erwies sich der Dirigent als Richard-Strauss-Kenner, indem er dessen ästhetische Ideen mit nuanciertem Klanggespür ausdeutete.
Saint-Saëns’ »Orgelsymphonie«
Camille Saint-Saëns setzte in seiner spätromantisch-schwärmerischen Symphonie Nr. 3 eine Orgel ein – ein verblüffender Effekt damals wie heute. Zubin Mehta arbeitete bei der Aufführung des Werks mit den Philharmonikern große Spannungsbögen und subtile Farbschattierungen heraus.
Zubin Mehta und Anoushka Shankar
Eine Hommage Mehtas an die Musik seiner indischen Heimat: Anoushka Shankar, Tochter des berühmten Sitar-Spielers und Komponisten Ravi Shankar, interpretierte dessen Konzert »Raga-Mālā«. Es verbindet klassisches Konzertieren mit der Kunst der Improvisation – eine faszinierende interkulturelle Begegnung.
Zubin Mehta dirigiert Mahlers Dritte Symphonie
Bei seinem fulminanten Debüt 1961 – der Dirigent war gerade einmal 25 – präsentierte Zubin Mehta die Erste Symphonie Gustav Mahlers. Hier ist er mit der weltumspannenden Dritten zu erleben – einem gemeinsamen Herzenswerk von Dirigent und Orchester.
Zubin Mehta und Yefim Bronfman
Der Pianist Yefim Bronfman debütierte 1983 bei den Berliner Philharmonikern – an seiner Seite: Zubin Mehta. 40 Jahre später präsentierten die Weggefährten gemeinsam Béla Bartóks Zweites Klavierkonzert. Ob in den rhythmisch vertrackten Passagen oder in lyrischen Kantilenen – hier manifestiert sich eindrucksvoll die tiefe Vertrautheit zweier Künstler.