Konzert

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»Von allen Komponisten ist er der ehrlichste« hat Sir Simon Rattle einmal über Robert Schumann gesagt. In seiner Zeit als Chefdirigent der Berliner Philharmoniker ist der Romantiker immer stärker ins Zentrum der Arbeit des Orchesters gerückt, und so standen in der Spielzeit 2008/2009 alle Symphonien Schumanns mit verschiedenen Dirigenten auf dem Programm. Unter der Leitung Rattles erklang zudem das »weltliche Oratorium« Das Paradies und die Peri – ein Werk, das Sir Simon nach eigener Aussage mit auf die sprichwörtliche »einsame Insel« nehmen würde. Auch Schumann selbst hielt die Peri für eine seiner gelungensten Schöpfungen. Nach großen Erfolgen zu seinen Lebzeiten geriet das Werk allerdings später fast vollständig in Vergessenheit. Zu seinen Bewunderern gehörte der große italienische Maestro Carlo Maria Giulini, der Sir Simon auf die Schönheiten der unterschätzten Partitur aufmerksam machte.

Das Werk, das oratorische, opern- und liedhafte Züge in orientalischem Ambiente vereinigt, scheint ebenso zwischen den Welten zu schweben wie seine Protagonistin. Die Peri, deren Geschichte Schumann dem Epos Lalla Rookh von Thomas Moore entnahm, ist nämlich zugleich irdischer wie himmlischer Abstammung. Im Verlauf der Handlung versucht sie Zutritt zum Paradies zu erlangen, das ihr aufgrund ihrer Herkunft eigentlich verschlossen bleiben müsste. Das internationale Sängerensemble wurde von der Sopranistin Sally Matthews als Peri und dem Bariton Christian Gerhaher angeführt, der sich seit Jahrzehnten für die weniger bekannten Werke Robert Schumanns einsetzt und auch Simon Rattles Begeisterung für Das Paradies und die Peri teilt.

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