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Mahlers Dritte Symphonie ist ein in jeder Hinsicht gigantisches Werk. Zunächst in seinen zeitlichen Dimensionen (allein der Eröffnungssatz ist länger als Beethovens Fünfte Symphonie). Vor allem aber schafft Mahler hier einen Kosmos der unterschiedlichsten Ausdruckswelten. In diesem Mitschnitt wird er erstmals von den Berliner Philharmonikern und Sir Simon Rattle gemeinsam durchschritten.

»Symphonie heißt mir eben: mit allen Mitteln der vorhandenen Technik eine Welt aufbauen« – was dieser Satz Mahlers sagen will, illustriert kein Werk eindrucksvoller als die Dritte Symphonie. Kantige Wucht und liedhafte Schlichtheit, Naturszenen und ein orchestraler Schlusschoral von überirdischer Schönheit fügen sich zu einem vielgestaltigen und doch schlüssigen Ganzen. Bedeutsam für die Geschichte der Berliner Philharmoniker ist speziell der zweite Satz, den das Orchester im November 1896 unter Leitung von Arthur Nikisch erstmals der Öffentlichkeit präsentierte – gut fünf Jahre vor der Uraufführung des Gesamtwerks.

Als Präludium zur Dritten Symphonie erklingen Vokalstücke zweier Komponisten, die neben Mahler entscheidend die Wiener Musikszene des ausgehenden 19. Jahrhunderts prägten. Zum einen Johannes Brahms, der als einer der letzten Romantiker teils bewundert, teils angefeindet wurde. In scharfer Abgrenzung zu ihm stand Hugo Wolf mit seinem Anspruch, die Zukunft der Musik mitzudefinieren. Mahler zählte zu den wenigen, die vor beiden Fraktionen Respekt hatten: verhaftet in den großen symphonischen Traditionen und unablässig auf der Suche nach neuen Ausdrucksformen.

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