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Seiji Ozawa dirigiert einen Russischen Abend in der Waldbühne

20. Jun 1993
Aus der Berliner Waldbühne

Berliner Philharmoniker
Seiji Ozawa

  • Nikolai Rimsky-Korsakow
    Große russische Ostern, Ouvertüre op. 36 (17 Min.)

  • Peter Tschaikowsky
    Der Nussknacker, Suite op. 71a (20 Min.)

  • Alexander Borodin
    Fürst Igor: Polowetzer Tanz Nr. 17 (12 Min.)

  • Igor Strawinsky
    Der Feuervogel: Auszüge aus dem Ballett (12 Min.)

  • Peter Tschaikowsky
    Ouverture solennelle »1812« op. 49 (16 Min.)

  • Aram Chatschaturjan
    Gayaneh: Säbeltanz (3 Min.)

  • Peter Tschaikowsky
    Serenade für Streichorchester C-Dur op. 48: Valse (4 Min.)

  • Johann Strauss
    Radetzky-Marsch op. 228 (3 Min.)

  • Paul Lincke
    Berliner Luft (6 Min.)

Was heute eine feste Institution im Berliner Musikleben ist, begann 1984 mit einem Experiment: Zur Eröffnung des Kulturfestivals »Berliner Sommernachtstraum« gaben die Philharmoniker zum ersten Mal in ihrer Geschichte ein Konzert in der Waldbühne. Trotz strömenden Regens fanden sich mehr als 20.000 Musikfreunde ein und lauschten am Rande des Grunewalds einem bunten Programm unter Leitung von Reinhard Peters, das am Ende in bester Open-Air-Manier mit einem prachtvollen Feuerwerk garniert wurde. Zuvor hatte es schon in Tschaikowskys Ouvertüre »1812« einiges an Kanonendonner und Pulverdampt gegeben, und dieses Stück erklang auch beim 10. Sommerkonzert der Philharmoniker, als Seiji Ozawa 1993 zu einem Russischen Abend in die Waldbühne bat.

Neben kriegerischen Tönen stand aber auch viel Tänzerisches auf dem Programm; schließlich hat Russland eine lange und glanzvolle Balletttradition. Tschaikowkys Nussknacker wurde 1882 am Mariinsky-Theater in St. Petersburg uraufgeführt und behauptet sich bis heute unangefochten auf den Ballettspielplänen der ganzen Welt, vor allem in der Weihnachtszeit. Strawinskys Feuervogel, das erste seiner drei »russischen« Ballette, erblickte das Licht der Theaterwelt knapp 30 Jahre später in Paris, in einer Produktion der berühmten Ballets Russes von Serge Diaghilew. Aus beiden Werken stellten die Komponisten selbst Suiten für das Konzertsaal zusammen, die aber auch unter freiem Himmel ihre Wirkung nicht verfehlen.

Begonnen hatte der Abend mit der Ouvertüre Große russische Ostern von Rimsky-Korsakow, die mit prachtvollen Klängen Christi Auferstehung feiert. Ebenso klangmächtig kamen die Polowetzer Tänze daher, in Borodins Oper Fürst Igor krönender Abschluss eines Festes am Hof des Polowetzer Khans Kontschak, der auf diese Weise seinen Gefangenen Igor für sich einnehmen möchte. In der Waldbühne sorgten der Radetzky-Marsch von Johann Strauss und – auch das eine feste Institution – Paul Linckes Berliner Luft für den beschwingten Ausklang diesen musikalischen Sommernachtstraums.

EuroArts

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