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Andris Nelsons dirigiert Tschaikowsky in der Waldbühne

24. Jun 2012
Aus der Berliner Waldbühne

Berliner Philharmoniker
Andris Nelsons

Daishin Kashimoto

  • Peter Tschaikowsky
    Symphonie Nr. 5 e-Moll op. 64 (48 Min.)

  • Peter Tschaikowsky
    Sérénade mélancolique op. 26 (11 Min.)

  • Peter Tschaikowsky
    Valse-Scherzo C-Dur op. 34 (7 Min.)

  • Peter Tschaikowsky
    Souvenir d’un lieu cher op. 42: Mélodie (5 Min.)

  • Peter Tschaikowsky
    Ouverture solennelle »1812« op. 49 (15 Min.)

  • Paul Lincke
    Berliner Luft (6 Min.)

Nach seinem umjubelten Debüt im Oktober 2010 war der junge lettische Dirigent Andris Nelssons im Juni 2012 zum vierten Mal zu Gast bei den Berliner Philharmonikern, und er freute sich ganz besonders, dass er beim traditionellen Saisonabschluss in der Waldbühne ein reines Tschaikowsky-Programm dirigieren durfte: »Er ist einer meiner Lieblingskomponisten, und weil ich gerade mit meinem Orchester in Birmingham alle Symphonien aufnehme, ist mir seine Musik sehr vertraut. Traditionell wird sie mit vielen Rubatos, Animatos und Ritenutos gespielt, dabei ist es eigentlich eine sehr klassische Musik, die stark von Mozart beeinflusst ist.«

Hauptwerk des Abends war die Fünfte Symphonie von 1888, die sogenannte »Schicksalssymphonie«, in der Tschaikowsky einmal mehr mit seiner Homosexualität haderte. Im Skizzenheft notierte der Komponist zu Anfang »Vollständige Beugung vor dem Schicksal«, um mit der Frage zu schließen: »Soll ich mich dem Glauben in die Arme werfen???« Der Kritiker des Tagesspiegels zeigte sich beeindruckt, wie Nelsons »höchst einfühlsam dem Orchester allerfeinste Klangperlen entlockte«, und die Berliner Morgenpost resümierte: »Nelsons erweckt wie ein Zauberer die Noten zum Leben und versinkt so tief in der Musik, dass man sich fragt, wie er gleichzeitig mit einer solchen Präsenz gekonnt den Überblick behält.«

Danach folgten drei Stücke mit Solovioline – Sérénade mélancolique, Valse-Scherzo und die Mélodie aus Souvenir d’un lieu cher –, in denen Konzertmeister Daishin Kashimoto mit seinem warmen und eleganten Geigenton als Solist glänzte. Und zu den Kanonschlägen der abschließenden Ouverture solennelle »1812« gab es schließlich ein echtes Feuerwerk – dass die Lunten zündeten, grenzte angesichts der widrigen Witterung an ein Wunder. Dem anhaltenden Regen war auch geschuldet, dass es bei einer einzigen Zugabe blieb: Die berühmte Berliner Luft präsentierte sich in diesem Jahr von ihrer denkbar nassesten Ausprägung, was der Begeisterung des Publikums jedoch keinerlei Abbruch tat.

EuroArts

© 2012 EuroArts Music International

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