Konzert

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Einen Bogen von West- nach Osteuropa spannt dieses Konzert mit Kompositionen von Ravel, Brahms und Bartók, dargeboten vom Dirigenten Semyon Bychkov und der Bratschistin Tabea Zimmermann. Alle drei Werke des Abends bestechen durch eine spannungsreiche Konzeption. Ravels Tombeau de Couperin etwa ist geprägt durch ein spielerisches Aufgreifen barocker Tanzmusik bei einem zugleich melancholischen Grundton. Brahms’ Zweite Symphonie wiederum verzaubert durch ihren heiteren Ausdruck – unter der idyllischen Oberfläche allerdings entfaltet sich eine hochkomplexe Textur, weshalb der Komponist selbst das Werk als »liebliches Ungeheuer« charakterisierte. Schließlich ist da noch Béla Bartóks Bratschenkonzert, in dem der virtuose Solopart ein Instrument ins Zentrum der Aufmerksamkeit rückt, das sonst eher in der zweiten Reihe wirkt und nicht selten unterschätzt wird.

Zum Zeitpunkt dieses Konzerts musizierte Semyon Bychkov seit einem Vierteljahrhundert mit den Berliner Philharmonikern. Vor allem osteuropäische Werke prägten diese Partnerschaft, die deutsche Klassik und Romantik und immer wieder auch französische Musik, etwa von Poulenc oder Berlioz. Insofern war es ein nahezu repräsentatives Programm, das Bychkov an diesem Abend dirigierte. Mit Tabea Zimmermann war im Bartók-Konzert eine Bratschistin zu erleben, die bereits ihr Debüt bei den Berliner Philharmonikern im Jahr 1992 mit diesem Werk bestritt. Über diese erneute Interpretation schrieb ein Kritiker: »Sie spielt das Konzert mit einer liebevollen Sanglichkeit, als wäre es von Mozart, und zeigt den Melodiker Bartók, aber auch einige wunderbare Momente der Stille.«

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