Konzert

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Das Europakonzert der Berliner Philharmoniker am 1. Mai erinnert nicht nur an die Gründung des Orchesters. Es ist auch ein Symbol für das friedliche Miteinander in einem geeinten Europa. Ein Frieden, der mit dem Angriff auf die Ukraine im Februar 2022 tief erschüttert wurde. In diesem Jahr hätte das Europakonzert im Opernhaus von Odesa stattfinden sollen. Stattdessen gastierten die Berliner Philharmoniker und Chefdirigent Kirill Petrenko nun im lettischen Liepāja. Das Programm reflektiert die Ereignisse in der Ukraine: Alle Werke handeln von Selbstbestimmung und Unabhängigkeit.   

Knapp 1800 Kilometer liegen zwischen den beiden Hafenstädten Odesa und Liepāja, zwischen dem Schwarzen Meer und der Ostsee. Und auch das Programm des Europakonzerts schlägt eine große Brücke: Aus der Ukraine stammt der Komponist Valentin Silvestrov, aus Lettland neben Pēteris Vasks auch Elīna Garanča. Die Mezzosopranistin interpretiert die zunächst für ein Kammerensemble geschriebenen und später für großes Orchester umgearbeiteten Folk Songs von Luciano Berio. Im respektvollen Umgang mit ihren folkloristischen Vorlagen bedient sich der Komponist einer hinreißend eigenwilligen Instrumentation. Berio besucht in seinem Lieder-Zyklus Italien, die USA, Frankreich, Aserbaidschan und Armenien.

Für die Unabhängigkeit der Ukraine kämpft der fiktive Kosakenführer Taras Bulba in Leoš Janáčeks’ gleichnamiger Tondichtung. Und Jean Sibelius’ Finlandia wurde von den Zeitgenossen als Geste des Widerstands gegen den schwedischen und russischen Imperialismus verstanden. Bis heute gilt das Werk als inoffizielle Nationalhymne Finnlands.

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