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Kirill Petrenko und Patricia Kopatchinskaja

Kirill Petrenko und Patricia Kopatchinskaja

Berliner Philharmoniker
Kirill Petrenko

Patricia Kopatchinskaja

  • Arnold Schönberg
    Konzert für Violine und Orchester op. 36

    Patricia Kopatchinskaja Violine

  • Peter Tschaikowsky
    Symphonie Nr. 5 e-Moll op. 64

Pures Understatement: »Wie wird man Musiker? Jede Geschichte ist anders. In meinem Fall war es so, dass ich niemals gefragt wurde, ob ich Musikerin werden wollte. Meine Eltern sind beide Musiker, und als sich bei mir frühzeitig ein gewisses Talent für die Violine zeigte, erhielt ich eine professionelle Ausbildung – erst in Moldawien, später in Wien. Und so versuche ich, nun das ­Beste daraus zu machen.« Patricia Kopatchinskaja, die 1989 nach Wien zog, um von dort aus ihre Welt­karriere zu starten, zählt heute zu den führenden Geigerinnen ihrer Generation. In den Konzerten der Stiftung Berliner Philharmoniker debütierte sie begleitet von der Jungen Deutschen Philharmonie unter der Leitung von Andrey Boreyko im März 2011 und war seitdem mehrfach Gast der Berliner Philharmoniker.

An diesen Abenden wird die Virtuosin den Solopart in dem »Dr. Anton von Webern« gewidmeten Violinkonzert op. 36 von Arnold Schönberg übernehmen. Bei dem nach den Regeln der Methode »mit zwölf nur aufeinander bezogenen Tönen« entworfenen Stück handelt es sich um eines der ersten großen Werke, die Schönberg nach seiner Emigration in die USA in Angriff nahm. In ihm gelang es dem Komponisten, eine dicht gefügte Satztechnik kunstvoll mit den traditionellen Zugeständnissen an die wirkungsvoll-brillante Virtuosität des Soloparts zu verschränken. Nicht umsonst bemerkte er scherzhaft, die Musik sei für eine neue Art von »Geigenspielern mit 6 Fingern« gedacht.

Nach der Pause hat Kirill Petrenko Peter Tschaikowskys Fünfte Symphonie aufs Programm gesetzt, die heute zu den beliebtesten Schöpfungen des Komponisten zählt. Dieser Erfolg war allerdings nicht abzusehen, da das Werk ungeachtet seiner gelungenen Deutschland-Premiere 1889 in Hamburg bereits zwei Jahre später »völlig in Vergessenheit geraten« war. So berichtet es der Musikkritiker Nikolaj Kaschkin in seinen 1896 veröffentlichen Erinnerungen an Peter Tschaikowsky, in denen es weiter heißt, dass sich »Arthur Nikisch, der jetzige Kapellmeister des Leipziger Gewandhauses und der Philharmonischen Konzerte in Berlin ihrer annahm und eben diese Symphonie in London, Leipzig, Berlin und Moskau mit glänzendem Erfolg aufführte, so dass man hoffen kann, dass sie den ihr gebührenden Platz im sinfonischen Repertoire einnehmen wird«. Der Einsatz Nikischs, der Tschaikowsky als »Meister seines Faches« und als »Zauberer vor dem Orchester« verehrte, verfehlte seine Wirkung nicht. Immer mehr Dirigenten engagierten sich für das Werk, sodass Tschaikowskys Fünfte heute neben Mozarts Jupiter-Symphonie und Beethovens Eroica zu den weltweit am häufigsten aufgeführten symphonischen Werken überhaupt zählt.

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