27. Jun 2020

Berliner Philharmoniker

  • Begrüßung (2 Min.)

    Jonathan Kelly

  • Georg Friedrich Händel
    Concerto grosso B-Dur op. 3 Nr. 2 HWV 313 (11 Min.)

  • Antonio Vivaldi
    Concerto für Flautino, Streicher und Basso continuo C-Dur RV 443 (10 Min.)

    Egor Egorkin Piccoloflöte

  • Antonio Vivaldi
    Concerto für Fagott, Streicher und Basso continuo e-Moll RV 484 (12 Min.)

    Stefan Schweigert Fagott

  • Johann Sebastian Bach
    Brandenburgisches Konzert Nr. 3 G-Dur BWV 1048 (10 Min.)

  • Georg Friedrich Händel
    Konzert für Harfe, Streicher und Basso continuo B-Dur op. 4 Nr. 6 HWV 294 (13 Min.)

    Marie-Pierre Langlamet Harfe

  • Antonio Vivaldi
    »L’estro armonico«: Concerto für zwei Violinen, Streicher und Basso continuo a-Moll op. 3 Nr. 8 RV 522 (10 Min.)

    Dorian Xhoxhi Violine, Raimar Orlovsky Violine

  • Johann Sebastian Bach
    Konzert für Oboe, Violine, Streicher und Basso continuo d-Moll BWV 1060R (15 Min.)

    Noah Bendix-Balgley Violine, Jonathan Kelly Oboe

Man nimmt die bekannten Gattungen der klassischen Musik oftmals für gegeben und vergisst dabei leicht, dass sie über viele Zwischenstufen erst entstehen mussten. Das gilt für das Solokonzert nicht weniger als für die Symphonie. Unser Bild ist vom Virtuosenkonzert der Klassik und Romantik geprägt, in dem es ein einzelner Solist mit einem bis zu 80-köpfigen Orchester aufnimmt: Lateinisch »concertare« heißt streiten oder kämpfen.

In der barocken Vorform des Concerto grosso liegen die Dinge ganz anders: Das Instrumentalensemble ist ungleich kleiner besetzt, und in den Solo-Passagen tritt nicht ein Einzelner, sondern eine Gruppe von Instrumentalisten hervor, die sich in den Tutti-Abschnitten wieder ins Kollektiv einordnen. Das von großer Virtuosität gekennzeichnete Solokonzert Vivaldis ist ein näherer Verwandter der späteren Form. Auch hier ist die erforderliche Anzahl der Musiker aber so gering, dass Aufführungen auch unter Beachtung der Abstandsregeln in Pandemie-Zeiten problemlos möglich sind. In dieser Folge der Berlin Phil Series spielen Mitglieder der Berliner Philharmoniker so berühmte Bach-Werke wie das Dritte Brandenburgische Konzert oder das Doppelkonzert für Violine, Oboe und Orchester, aber auch weniger Bekanntes von Vivaldi und Händel.

Im geläufigen Repertoire der Konzertgattung ist das Klavier mit weitem Abstand am stärksten vertreten. Die meisten bedeutenden Komponisten seit der Klassik waren zugleich berühmte Pianisten. Ihre Konzerte entstanden deshalb auch als Bravourstücke für eigene Auftritte. Im Programm dieses Abends ist das Spektrum der Solo-Instrumente breiter: So sind ein Harfenkonzert von Händel und zwei Stücke von Vivaldi zu hören, in denen die Piccoloflöte und das Fagott als Protagonisten auftreten. Während zu Aufführungen von Solokonzerten aus Klassik und Barock oft Gastsolisten eingeladen werden, bleiben in diesem Konzert die Philharmoniker unter sich und wechseln sich in den Rollen als Solisten und Ensemblespieler ab.

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