Simon Rattle dirigiert die vervollständigte Neunte Symphonie von Anton Bruckner

Simon Rattle dirigiert die vervollständigte Neunte Symphonie von Anton Bruckner

Simon Rattle ist sich sicher: Hätte Anton Bruckner nur zwei Monate länger gelebt, wäre es ihm vergönnt gewesen, das Finale seiner Neunten Symphonie zu vollenden. In einem aufsehenerregenden Konzert präsentierte Rattle 2011 eine Rekonstruktion von »monolithischer, bedrohlicher Präsenz« (Gramophone), die auf Bruckners umfangreichen Skizzen basiert. Als ein zentrales Werk der Ära Rattle ist die vervollständigte Symphonie jetzt noch einmal zu erleben.

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So, 27. Mai 2018, 20:00 Uhr (Ortszeit)

Simon Rattle dirigiert Brahms, Lutosławski und Widmann

Simon Rattle dirigiert Brahms, Lutosławski und Widmann
Dieses Konzert gleicht einem komprimierten Rückblick auf die Rattle-Ära. So offenbart sich Sir Simons Begeisterung für aktuelle Musik in der Uraufführung eines kurzen Werks von Jörg Widmann. Mit Lutosławskis Dritter Symphonie hingegen zeigt er wieder einmal, welch einfallsreiche Musik das 20. Jahrhundert hinterlassen hat. Brahms’ Erste Symphonie schließlich repräsentiert Rattles kontinuierliche Arbeit an den großen Klassikern des Repertoires.

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Alan Gilbert und Wenzel Fuchs mit Mozarts Klarinettenkonzert

Alan Gilbert und Wenzel Fuchs mit Mozarts Klarinettenkonzert
Mozart war geradezu ein Fan der damals noch neuen Klarinette. Und so widmete er diesem Instrument, das der menschlichen Stimme klanglich so nahekommt, ein herrliches Konzert, welches das letzte Solokonzert des Komponisten werden sollte. Interpreten dieser Aufführung sind Alan Gilbert und unser Soloklarinettist Wenzel Fuchs. Außerdem auf dem Programm: Thomas Ades’ originelle Studies from Couperin und Debussys schillernde Images pour orchestre.

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Kirill Petrenko und Yuja Wang

Kirill Petrenko und Yuja Wang
Kirill Petrenko, designierter Chefdirigent der Berliner Philharmoniker, präsentiert zwei klangvolle Raritäten: Paul Dukas’ irisierende Tondichtung La Péri und Franz Schmidts Vierte Symphonie. Letztere ist ein weich fließendes Werk in der Tradition Anton Bruckners mit einem gewaltigen Trauermarsch als Höhepunkt. Gut gelaunt und atemberaubend virtuos gibt sich dagegen Prokofjews Klavierkonzert Nr. 3, hier zu hören mit Yuja Wang.

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Paavo Järvi und Lisa Batiashvili mit Sibelius’ Violinkonzert

Paavo Järvi und Lisa Batiashvili mit Sibelius’ Violinkonzert
»So klar und fokussiert und zugleich seelenvoll wie bei Lisa Batiashvili leuchten die ersten Töne im Violinkonzert von Jean Sibelius selten«, heißt es in der Kritik des Bayerischen Rundfunks. Die georgische Geigerin, die in diesem Konzert für die erkrankte Janine Jansen einspringt, präsentiert das dunkel timbrierte Werk, dessen freie, rhapsodische Form höchstes gestalterisches Können erfordert. Dirigent Paavo Järvi interpretiert zudem Schostakowitschs Sechste Symphonie, die mit grübelnder Resignation und grotesker Wildheit die Schrecken der Stalin-Ära reflektiert.

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Gábor Tarkövi im Porträt

Gábor Tarkövi im Porträt
Kaum ein Orchesterinstrument ist so exponiert wie die Trompete. Entsprechend gute Nerven muss ein Trompeter haben, wie Gábor Tarkövi – seit 2005 Solo-Trompeter bei den Berliner Philharmonikern – in diesem Film der Serie Die Berliner Philharmoniker und ihre Instrumente erklärt. Zudem beschreibt er, wie sich der Klang einer vergoldeten Trompete von dem einer versilberten unterscheidet, und spricht von seiner Liebe zur Volksmusik und zu Mahlers Symphonien, in denen der Trompete oft eine Sonderstellung zukommt.

Empfehlung der Woche

Andris Nelsons dirigiert die »Symphonie fantastique«

Andris Nelsons dirigiert die »Symphonie fantastique«
Fanatische Liebe, Drogenrausch, Hinrichtung: Kaum eine extreme Erfahrung wird in Berlioz’ Symphonie fantastique ausgelassen. Dabei basiert die fieberhafte Expressivität auf einer klug kalkulierten Verwendung eines gewaltigen Orchesterapparats. Daneben präsentiert Andris Nelsons in diesem französischen Programm Debussys verträumtes Prélude à l’après-midi d’un faune und Edgard Varèses Orchesterstück Arcana, das kosmische Urgewalten beschwört.