Wdh.: Zubin Mehta dirigiert Bruckner und Messiaen

Wdh.: Zubin Mehta dirigiert Bruckner und Messiaen

Ein Jahrhundert trennte Olivier Messiaen und Anton Bruckner, doch sie hatten einiges gemeinsam: Beide zählten zu den führenden Organisten ihrer Zeit, beide wurzelten tief im katholischen Glauben. Zubin Mehta kombiniert Messiaens Et exspecto resurrectionem mortuorum, ein Denkmal für die Toten beider Weltkriege, mit Bruckners Neunter Symphonie. In ihr zieht der Österreicher nicht nur die Summe seines symphonischen Schaffens, sondern nimmt auch auf persönliche Weise Abschied von dieser Welt.

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Empfehlung

Yannick Nézet-Séguin debütiert mit Berlioz und Prokofjew

Yannick Nézet-Séguin makes his debut with Berlioz and Prokofiev
Es war eine kleine Sensation, als der damals erst 35-jährige Yannick Nézet-Séguin 2010 zum künftigen Musikdirektor des Philadelphia Orchestra gekürt wurde. Kurz darauf debütierte er bei den Berliner Philharmonikern. Gemeinsam mit Yefim Bronfman interpretierte er Prokofjews energiegeladenes Klavierkonzert Nr. 2 und widmete sich danach Berlioz’ Symphonie fantastique mit ihren vielgestaltigen Szenarien – vom duftigen Walzer bis hin zur grellen Groteske.

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Kirill Petrenko dirigiert Tschaikowsky und Rachmaninow

Kirill Petrenko dirigiert Tschaikowsky und Rachmaninow
Rachmaninows spätromantische Zweite Symphonie ist erfüllt von der für den Komponisten typischen sehnsüchtigen Schwermut. Heute zählt sie zu den beliebtesten Werken des Russen überhaupt, und auch für Kirill Petrenko hat die Symphonie einen besonderen Stellenwert. Nachdem er die Zweite bereits 2006 für sein Debüt bei den Berliner Philharmonikern auswählte, dirigierte er sie nun 15 Jahre später als Chefdirigent des Orchesters erneut. Zuvor erklang Peter Tschaikowskys Romeo und Julia.

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Beliebte Werke der Klassik und Romantik

Mozart, Beethoven, Brahms, Wagner, Tschaikowsky – die großen Komponistennamen des 18. und 19. Jahrhunderts tauchen in den Konzerten der Berliner Philharmoniker besonders häufig auf. Kein Wunder, denn Werke wie die Symphonien Beethovens, das Violinkonzert von Mendelssohn oder die Ungarischen Tänze von Brahms haben bis heute nichts von ihrer begeisternden Wirkung verloren. Unsere Auswahl bietet Ihnen einen anregenden Streifzug durch die Klassik und Romantik sowie ihre verschiedenen Gattungen, von der Ouvertüre über das Solokonzert bis hin zur Symphonie.

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Semyon Bychkov und Lisa Batiashvili mit Tschaikowskys Violinkonzert

Semyon Bychkov und Lisa Batiashvili mit Tschaikowskys Violinkonzert
Tschaikowskys Opus 35 gilt als Inbegriff eines romantischen Violinkonzerts – wegen seiner betörenden, innigen Melodien, seiner mitreißenden tänzerischen Rhythmik und seines hochvirtuosen Soloparts. Ideal für eine Geigerin wie Lisa Batiashvili, die dieses Stück – so der Guardian – intensiv, leuchtend und zu Herzen gehend zu interpretieren weiß. Semyon Bychkov, langjähriger Weggefährte der Berliner Philharmoniker, dirigiert außerdem Antonín Dvořáks Siebte Symphonie.

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Mariss Jansons dirigiert Schostakowitschs Siebte Symphonie

Mariss Jansons dirigiert Schostakowitschs Siebte Symphonie
Mariss Jansons zählt zu den bedeutendsten Schostakowitsch-Dirigenten. Seine hier dokumentierte Interpretation der Siebten Symphonie vom Juni 1992 war erst die zweite Beschäftigung der Berliner Philharmoniker mit diesem Werk. Schostakowitsch schrieb die Symphonie 1941 im belagerten Leningrad. Offiziell als Feier sowjetischer Kampfkraft gedeutet, spricht aus dem Werk jedoch eine unmissverständliche, Krieg und Gewalt verurteilende, humanistische Botschaft.

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Silvesterkonzert mit Kirill Petrenko und Pablo Sáinz-Villegas

Silvesterkonzert mit Kirill Petrenko und Pablo Sáinz-Villegas
Einen Jahreswechsel unter südlicher Sonne bietet dieses Konzert mit Chefdirigent Kirill Petrenko. Zunächst geht es nach Spanien, mit funkensprühender Ballettmusik von Manuel de Falla und dem Concierto de Aranjuez von Joaquín Rodrigo mit Stargitarrist Pablo Sáinz-Villegas. Auf einen Abstecher nach Südamerika mit Heitor Villa-Lobosʼ Bachianas brasileiras Nr. 4 folgt das Capriccio über spanische Themen von Nikolaj Rimsky-Korsakow. Zum Auftakt erklingt – als Hommage an Ludwig van Beethoven – die Leonoren-Ouvertüre Nr. 3.

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Bekanntes neu gehört: Musikalische Metamorphosen

Aus der Idee, etwas Bestehendes in neuer Gestalt zu präsentieren, entstand im Lauf der Musikgeschichte eine spannende Vielfalt an Bezügen. Bearbeitungen, Zitate, Hommagen und Parodien reizten und reizen bis heute viele Komponisten. Wie klingt ein Klavierquartett von Brahms, wenn es von einem Orchester gespielt wird, wie Bizets Oper Carmen als Violinfantasie und wie könnten Schuberts letzte Symphonieskizzen fortgesetzt werden? Das hören Sie in unserer Playlist mit musikalischen Metamorphosen.

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Prisma Neue Musik – Komponistinnen im Porträt

Prisma Neue Musik – Komponistinnen im Porträt
An einem Wochenende im Oktober 2020 rückten die Berliner Philharmoniker das Schaffen von Komponistinnen ins Zentrum. In drei Konzerten kamen mehrere Werke zur Uraufführung, dabei reichte das Spektrum der Protagonistinnen von der heute 94 Jahre alten Betsy Jolas bis zu Nachwuchstalenten wie Zeynep Gedizlioğlu und Milica Djordjević. Zu den Interpret*innen gehörten neben Mitgliedern und Ensembles der Berliner Philharmoniker prominente Gäste wie die Schauspielerin Martina Gedeck. Unser Konzertzusammenschnitt, in dem einige Komponistinnen ihre Werke erläutern, präsentiert die Höhepunkte des kleinen Festivals.